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Mae Hong Son

Dass Thailand zu einem der beliebtesten Reiseziele zählt, führt leider auch dazu, dass viele Orte an Ursprünglichkeit verlieren und zu wahren Touristenburgen mutieren. Möchte man auf seiner Reise jedoch noch Regionen mit unberührter Natur und einfachen Menschen kennenlernen, so ist vor allem eine der im Norden stattfindenden Rundreisen Thailand zu empfehlen. Als ideale Anlaufstelle für alle, die sich nach Ruhe, Natur und kultureller Vielfalt sehnen, gilt vor allem die malerische Provinzhauptstadt Mae Hong Son. Zwar dient diese aufgrund der hier ansässigen unterschiedlichen Bergvölker als beliebtes Etappenziel von organisierten Touren, dennoch lässt allein die überwältigende Berg-und Waldlandschaft die Auswirkungen wachsender Besucherzahlen vergleichsweise gering erscheinen und ein Großteil der Reisenden, die es an diesen relativ abgelegenen Ort verschlägt, hat sich ohnehin einer Form des sogenannten sanften Tourismus verschrieben. Trotz seiner Abgeschiedenheit bestehen gute Straßenverhältnisse und eine ausgezeichnete Anbindung an die Kulturhauptstadt der Nordregionen, Chiang Mai, welche innerhalb von etwa 7 Stunden mit Bus oder Minivan erreichbar ist.Langhalsfreuen

Situation der Bergvölker in und um Mae Hong Son

Für viele Reisende ist neben der landschaftlichen Lage des von dichtem Dschungel umgebenen Mae Hong Son auch die ethnische Vielfalt der Einwohner Anlass für einen Besuch. Denn abgesehen von mysteriösen Höhlen, grandiosen Wasserfällen und malerischen Tälern macht sich hier die Nähe zum benachbarten Birma nicht nur in der Architektur der prachtvollen Tempelanlagen, sondern auch in der Herkunft der Bevölkerung bemerkbar. Während etwa die Hälfte aus sogenannten Thai-Burmesen besteht, setzt sich der Rest aus unterschiedlichen ethnischen Minderheiten wie beispielsweise den Karen zusammen. Dabei handelt es sich um eines der zahlreichen, in Mae Hong Song sowie dem thailändisch-burmesischen Grenzgebiet angesiedelten Bergvölker. Bei einem Großteil der hier lebenden Karen handelt es sich um ursprünglich aus Myanmar stammende Flüchtlinge. Gerade in dieser Region verspricht eine Teilnahme an organisierten Rundreisen Thailand neben atemberaubend schönen Naturimpressionen auch intensive Einblicke in Leben und Kultur der Karen sowie anderer hier ansässiger Bergvölker.

Die sogenannten "Langhalsfrauen" im Diskurs

Als Touristenmagnet von Mae Hong Song und Umgebung erweist sich vor allem eine Untergruppe der Karen, der sogenannte Volksstamm der Karen Padaung, welche vor allem aufgrund des außergewöhnlichen Halsschmucks ihrer der weiblichen Mitglieder internationale Berühmtheit erlangte. Gleichwohl der Begriff "Langhalsfrauen" von den Betroffenen selbst nicht sehr geschätzt wird, hat er sich in der Tourismusbranche bereits fest etabliert. Interessanterweise wurde der Brauch, Mädchen ab dem Alter von sechs Jahren Metallringe um den Hals zu legen, welche der Außenwelt ihren jeweiligen Wert signalisierten, von vielen Mitgliedern des Volksstammes bereits aufgegeben, jedoch infolge des touristischen Interesses wieder aufgenommen, um sich einen lukrativen Zusatzverdienst zu sichern. Viele kleine Orte rund um Mae Hong Son haben sich entsprechend zu wahren Vorführdörfern für "Langhalsfrauen" entwickelt. Ob man dieses fragwürdige Spektakel auf einer der Rundreisen Thailand unterstützen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Schließlich hat Mae Hong Son alternativ eine Fülle an natürlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, welche man ohne jegliches Unbehagen genießen kann.

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